Montag, 13. Februar 2012

Einstellung eines Bundespressesprechers

Die Außendarstellung und Vertretung der Piratenpartei ist eine der wichtigsten Aufgaben des Bundesvorstandes. Nicht zuletzt darum ist Sebastian nahezu jede Woche in Deutschland und Europa unterwegs, nicht zuletzt darum war und ist Marina als "Gesicht der Partei" für die Medien so wichtig - ob man das gut oder schlecht findet sei hier hintangestellt. Die Außenvertretung und Repräsentation ist eine essenziell wichtige Aufgabe, um unsere Partei voranzubringen.

Der Vorstand kann nicht alle hier anfallenden Aufgaben alleine übernehmen. Das wäre schon rein zeitlich nicht möglich. Darum haben wir einen  Pressesprecher und seinen Stellvertreter beauftragt, dem Vorstand einen Teil dieser repräsentativen Aufgaben abzunehmen. Christopher Lang und Aleks Lessmann betreuen nicht nur unsere "Pressehotline", sondern haben auch zahlreiche Kontakte zu Journalisten, geben selbständig Stellungnahmen ab und arbeiten zentral in der Pressegruppe mit, zum Beispiel bei der Freigabe von Pressemitteilungen.

Nach dem Wahlerfolg in Berlin hat sich - wie wir alle wissen - viel verändert, das Medieninteresse an der Piratenpartei ist stark gestiegen. Nicht zuletzt für unsere Pressesprecher hat sich ganz erheblich der Arbeitsaufwand erhöht. Das hat auch Einfluss auf die ursprüngliche Definition des Aufgabenbereiches des Pressesprechers. Um dieser neuen Belastung zu begegnen war ich vor einigen Wochen in Berlin, um dieses Aufgabenspektrum neu zu definieren. Zufällig fiel mein Besuch mit der Ankündigung von Marina zusammen, nicht noch einmal zu kandidieren, was dafür gesorgt hat dass ich einen guten Einblick in einen klassischen "Arbeitstag" des Pressesprechers gewinnen konnte. Dies wiederum war eine gute Grundlage für die folgende Arbeit.

Vor meinem Aufbruch hatte ich den Vorstand gebeten, mir die individuellen Ansprüche und Wünsche für die Arbeit des Pressesprechers mitzuteilen. Denn nur wenn wir wissen, was wir für Erwartungen haben, und diese im  Rahmen eines klaren Aufgabenschemas definieren, können wir auch beurteilen, ob diese Erwartungen erfüllt werden. Christopher und ich haben auf dieser Grundlage zwei Tage lang besprochen, womit er seine Zeit verbringt, welche Teilaufgaben welche Zeit in Anspruch nehmen und welche Ansprüche und Prioritäten der Bundesvorstand für seine Arbeit hat. Diese Ansprüche haben wir kategorisiert und priorisiert. Auffallend war, dass alle Vorstandskollegen einen verstärkten Fokus auf die persönliche Kontaktpflege mit Medien und Journalisten legten. Das Ergebnis haben wir in dieser Tabelle verdichtet. Die Prozentangaben ist der Anteil der Gesamtarbeitszeit, der jeweils mit dieser Aufgabe zugebracht werden soll. Natürlich wird es dabei immer wieder Verschiebungen in die eine oder andere Richtung geben, aber über einen längeren Zeitraum gesehen sollte es damit hinkommen.


Ein Blick auf den Umfang des Aufgabenbereiches zeigt recht deutlich, dass mit steigender Arbeitsbelastung die Erfüllung der Aufgaben im Rahmen einer ehrenamtlichen Tätigkeit nicht mehr möglich ist. Die meisten Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit der Piratenpartei lassen sich crowdsourcen - Schreiben von PMs, Lektorat etc. Die programmatische Arbeit findet sowieso meist am Abend statt. Interviews und Talkshows lassen sich weitestgehend nach den eigenen Möglichkeiten terminieren. Aber die Erfüllung der Aufgabe des Pressesprechers ist dann notwendig, wenn die Presse arbeitet. Und das ist trotz Internet und beschleunigter Kommunikation, zu "normalen" Arbeitszeiten. Was es dann wiederum für den Pressesprecher unmöglich macht, einem normalen Job nachzugehen: Kaum ein Chef ist so nachsichtig, dass er über eine ständige Unterbrechung der Arbeitszeit für ein Ehrenamt einfach so hinwegsieht.

Wir stehen also vor der Wahl, ob wir den Pressesprecher in einem Ehrenamt belassen - auf die Gefahr hin, dass er durch andere Arbeitszeiten das Ehrenamt nicht nach unseren Erwartungen ausfüllen kann - oder einen "stetig" verfügbaren Pressesprecher haben wollen - der zeitnah auf Anfragen reagieren kann, uns dafür aber etwas kostet. Wir haben im Vorstand eine ganze Weile diskutiert, wie wir diese Problematik lösen können. Das Resultat dieser Diskussionen ist, dass wir uns einig sind, dass wir dem Pressesprecher eine sozialversicherte Anstellung ermöglichen müssen.

Vorsorglich hatte ich zu meinen Gesprächen in Berlin auch unseren Bundesschatzmeister René eingeladen. Mit ihm sind wir detailliert durchgegangen, was für Kosten anfallen, und welche Bezahlung möglich ist. Priorität hatte dabei, dass die Anstellung sozialversicherungspflichtig ist, weil es eben nicht möglich ist, nebenbei noch einen anderen "normalen" Job auszuüben, der für Kranken-, Renten und Arbeitslosenversicherung sorgt. Damit stand schnell fest, dass die Bezahlung mindestens 800,-€ / Monat betragen muss. Auf Grund der steigenden Mitgliederzahl hat sich die finanzielle Situation im Bundesverband entspannt, so dass wir uns eine Stelle mit einem maximalen Gehalt von 800,00 Euro leisten können.

Auf Stundenbasis entspricht das Gehalt des Bundespressesprechers somit dem Gehalt unserer Leiterin der Bundesgeschäftstselle, liegt aber immer noch weit unter einer branchenüblichen Vergütung - das Durchschnittsgehalt eines professionellen Pressesprechers liegt bei etwa 3.500 €. Mehr kann sich die Partei in der aktuellen Situation aber leider nicht leisten. Dem Gehalt hinzuzurechnen sind die Arbeitgeberabgaben und Auslagen die im Zusammenhang mit der Tätigkeit als Bundespressesprecher entstehen. Die jährlichen Kosten einer solchen Anstellung belaufen sich demnach auf ca. 20.000 Euro. Daher werde ich auf der nächsten Vorstandssitzung den Antrag stellen, 20.000 Euro für eine, zunächst auf ein Jahr befristete, Anstellung eines Bundespressesprechers mit 20 Stunden pro Woche zur Verfügung zu stellen und diese Stelle kurzfristig auszuschreiben.

Kommentare:

  1. 800 € ist kein Mindestlohn bei einer vollen Stelle, entweder mehr Kohle oder weniger Arbeitszeit. Bitte keine prekären Beschäftigungen bei der PP.

    AntwortenLöschen
  2. Das stimmt. Für eine Halbtagsstelle ist das gerade noch ok, aber eine volle Stelle...da würden wir mit extrem schlechtem Beispiel voran gehen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch bei 20 Stunden/Woche sind das gerade mal 9,23 Euro/Stunde.

      Löschen
  3. im Moment deute auch ich das als Schaffung von Elend@Arbeitswelt

    AntwortenLöschen
  4. Sorry, aber das klingt nach semimutiger Lösung: Kein halbwegs normaler Mensch, der etwas von dem was er da tun soll versteht, stellt sich für 800 Euro als Pressesprecher zur Verfügung - nicht mal halbtags.

    AntwortenLöschen
  5. srsly?
    Für 800 € bei 2 anstehenden Landtagswahlen 2012 & vor allem in Vorbereitung auf die Bundestagswahl 2013? Seid ihr tatsächlich nicht in der Lage, so eine wichtige Position professionell zu besetzen, d.h. Vollzeit, Berufserfahrung (mind. 2 Jahre) und dann eher so mind. 2.000-2.500 Euro/Monat Brutto. Alles andere wäre krass naiv oder innerparteiliche Sabotage/Desorganisation.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Wenn du kurzfristig 40.000€ spendest, dann schreibt der Bundesvorstand das sicherlich gerne auch als Vollzeitjob nach diesen Kriterien aus. Ansonsten: Nein, sind wir nicht in der Lage.

      Löschen
    2. Ich habe heute bei SPon gelesen, dass die Piraten jetzt rund 20.000 Mitglieder haben. Wenn also einmalig 5 Euro spenden würde, könntet ihr mit 100.000 Euro einen "Profi" + Assi. einstellen und die Pressearbeit mal richtig rocken. (Ja, ja, ist zwar Polemik, aber im Grunde auch nicht. Man wird ja wohl die Parteimitglieder davon überzeugen können in die eigene Professionalisierung zu investieren - und bitte kein mimimih - das sind alles arme Studenten und so...5 Euro!!)

      Ich habe kurz nach der Berlinwahl erste Hand Erfahrung mit eurer Pressearbeit gemacht, und das war, gelinde gesagt, deutlich ausbaufähig.:)

      Löschen
    3. achja, und wenn Ihr jetzt denkt. So ein Bullshit, die Zahlen stimmen gar nicht, da hat SPon mal wieder nicht richtig recherchiert und überhaupt, diese dämlichen Journalisten verpeilen immer alles und sind blöde? Dann... wäre das wohl ein Fall für eine ordentliche Pressearbeit! Merkste selber, oder?

      :) nichts für ungut. Ich mag die Piraten. Noch mehr mögen würde ich aber ein möglichst schnelles Upgrade auf der Orga-Ebene.

      Löschen
    4. Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit sind Mandatsträger-Abgaben: Bei anderen Parteien "dürfen" Mandatsträger wesentlich mehr spenden als bei den Piraten. Beispiel: http://grafsusanne.de/de_/Finanzen.html

      Löschen
    5. Ich gebe Dir voll und ganz Recht.
      Nur, wer soll eine Partei repräsentieren, in der sich Dummköpfe aufplustern und geistig hochkarätige Akademiker in den Dreck ziehen? Wenn der 'Spitze' dieser Partei nicht Dümmeres einfällt, als sogar im Fernsehen zu argumentieren, man müsse sich wörtlich 'intern nach unten schlafen', um etwas zu erreichen - mit solch einer Mentalität wird seit einem halben Jahrhundert falsch verstandene Demokratie betrieben.
      Um vernünftige Politik zu betreiben, braucht man Leute, die von der Sache was verstehen - wer meint, Bildungspolitik von ungebildeten Leuten entscheiden lassen zu müssen, kann sich gleich in die Steinzeit versetzen und mit den Irren im Sandkasten spielen.
      Die Piraten sind nicht alternativ, sie treiben die herrschende Dummheit auf die Spitze!
      Dafür braucht es eigentlich garkein Geld - sollen sie so ein überhebliches Großmaul an die Front schicken, dann sind sie angemessen repräsentiert.

      Löschen
  6. Mehr als diese 800 € sind finanziell für die Partei schlicht und ergreifend nicht möglich. Bei der Stelle handelt es sich jedoch um eine TEILZEITStelle - danke für den Hinweis, ich habe das im Text jetzt deutlicher gemacht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch für eine Teilzeitstelle ist das erbärmlich schlecht bezahlt.

      Löschen
    2. Glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass es einen Unterschied macht, ob da Teil- oder Vollzeit steht? Am Ende läuft es auf eine 50h-Woche hinaus, das muss man halt realistisch sehen.

      Löschen
  7. Von den 800 muss er doch auch noch KV und so bezahlen? Da bleibt doch auch nicht viel übrig? Geht da wirklich nicht mehr?

    AntwortenLöschen
  8. Schade. Auch ich habe mir eine mutigere Lösung gewünscht. 800,00 € sind für einen Vollzeitjob - was die Pressearbeit sein sollte - ein Hungerlohn. Es sei denn, der zukünftige Pressesprecher ist zum Beispiel Vorsitzender einer BVV-Fraktion und erzielt dort ein Einkommen von knapp 1.000,- € monatlich für seine - höflich gesagt - überschaubare Tätigkeit. Sorry, aber das ist alles sehr, sehr unelegant.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich betone es gerne noch einmal: Mehr als diese 800 € kann sich die Piratenpartei derzeit nicht leisten! Natürlich ist das wenig, aber es ist besser als nichts, was derzeit der Fall ist.
      Deine "Theorie" wäre eine Möglichkeit, ja. Die wird aber sicher aufgefallen sein, dass da steht dass die Stelle ausgeschrieben werden soll. Was anderen auch die Möglichkeit gibt sich zu bewerben.
      Kritik ist eine feine Sache, Katja. Aber wenn Du keinen Vorschlag für eine bessere Lösung hast schlage ich vor, dass Du einfach damit lebst, dass "unelegant" manchmal unumgehbar ist.

      Löschen
    2. Würden eure AGH/BVV-Piraten, so wie in jeder anderen Partei, etwas an die Partei zurückspenden, gäbe es das Problem nicht. Und damit meine ich nicht Spenden an den LV Berlin. Damit kann der Bund keinen Pressesprecher bezahlen.

      Löschen
    3. Sorry, aber für die Äußerung eines CDU-Politikers kurz vor Weihnachten über Leute, die halt aus Hartz IV heraus nur sporadisch mal nen schlecht bezahlten Job bekommen, weil das immer noch besser sei als gar nichts .... gab´s massiv Medienschelte, Parteikollegenbashing und Shitstorms, wo man nur hinschaute. Und dann sowas auch HIER in einer Partei, die Anfang Dezember 11 BGE beschlossen hat, Hartz IV abschaffen will (wegen Diskriminierung) und einen flächendeckenden Mindestlohn fordert, der LEBEN und TEILHABE ermöglicht.
      Sorry, aber sowas geht absolut gar nicht und ein Bundesvorstand, der sowas auch noch völlig unreflektiert "ausschreibt" sollte sich überlegen, ob er überhaupt an der richtigen Position sitzt.

      Löschen
  9. Also ich finde 800€ völlig in Ordnung, ich würde den Job auch Ehrenamtlich machen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich Fernstudent bin und mir meine Zeit also selber einteilen kann wie ich das gern hätte. Viel mehr verdient man als Werkstudent auch nirgendwo. und selbst wenn der Job locker 40 Stunden in der Woche einnimmt, dann noch 40 Stunden Uni sind dann also 80 Stunden... Willkommen in der Politik. Und natürlich sind 800€ nicht viel, aber wenn man die Erfahrung (gerade als junger Mensch) dazu rechnet, die einem ein solcher Job bringt ist das eh nicht mit Geld aufzuwiegen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Stimmt sicher, was du schreibst, Peter; ein wirklich lobenswerter Ansatz, aber ich denke, diese Partei braucht in den nächsten 2 Jahren + X keine weitere "Abteilung Jugend forscht" oder "Versuchsaufzuchtstation für Lernhungrige".
      Verantwortung in der Innen- und Außenvertretung einer, wenn auch erst jungen Partei sieht ganz sicher anders aus, als die Schaffung eines prekären Arbeitsverhältnisses für eine Stelle, die einen Vollprofi erfordert.

      Löschen
  10. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

    AntwortenLöschen
  11. Hallo? Im Moment machen das Leute für umsonst, DAS ist unprofessionell. Ich nehme nicht an das ihr das für "umsonst" machen würdet oder? Von daher sind 800€ schon mal mehr als gar nichts und schon ein riesen Fortschritt.

    Lieber jemanden nehmen der es gerne und freiwillig und ohne Zwang (Es steht im Frei einen anderen Job zu suchen) für 800€ macht, als jemanden der es freiwillig und zusätzlich zum Job macht und garnichts dafür bekommt.

    Nur mal drüber nachdenken was ihr hier postet...

    AntwortenLöschen
  12. @Katja Dathe: Überzeuge die Abgeordneten im AGH, von ihren Diäten einen monatlichen Betrag für die Finanzierung des Bundespresse-sprecher statt für den LV Berlin abzugeben, dann müsstest du hier nicht rumlamentieren. Es geht ja um die Sache? ;)

    AntwortenLöschen
  13. Huhu

    wir machen das gerade alle ehrenamtlich. Mit Ausnahme von #15Piraten. Und manche von uns bekommen eine Aufwandsentschädigung.

    Wir maulen rum, daß wir zu wenig aus der Parteienfinanzierung bekommen, trauen uns aber nicht an bestimmten wichtigen Stellen ordentliche Gehälter zu zahlen. Bundespressesprecher ist genau so ne "Teilzeitstelle", wie es das Abgeordnetenhaus ist. Auf dem Papier halbtags, wird dieser Job, spätestens nach der Wahl im Saarland wieder extrem stressig. Oder wenn Marina "zurücktritt". Oder wenn $andereDinge passieren. Den Job kannst du in Berlin für 800€ machen, wenn du ne Wohnung für 160€ hast, wenn du das in sagen wir München machst, kannst du davon nicht leben. Ich hab diese Wohnung, aber keine Lust die an potentielle Pressesprecher unterzuvermieten. But that's just my 2ct.

    AntwortenLöschen
  14. @anonym

    Warum soll Katja die Abgeordneten überzeugen, was für den Bundespressesprecher zu spenden. Weil sie im gleichen LV Schatzmeister ist und damit Beauftragungen für "AlleswasmitGeldzutunhat" hat? Wir sind Piraten und jeder ist in der Lage den Abgeordneten zu erklären, warum sie ihr Geld bei der Bundespresse anlegen sollten. Und auch, wenn die Abgeordneten jetzt was verdienen, find ich es komisch, wenn mit Steuermitteln bezahlte Abgeordnete massiv an die Partei spenden, weil es so erwartet wird.

    AntwortenLöschen
  15. @f0o0 Wenn Du dich informiert hättest, wüstest Du,dass einzelne Abgeordnete dem LV Berlin bereits 250 Euro monatlich per Dauerauftrag spenden. Das für die Sache des Bundespressesprechers um einen gewissen Betrag pro Monat entweder zu ergänzen oder gar zu ändern, finde ich zumindest überlegenswert. Oder ? ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Woher weißt du, welchen Informationsstand ich habe? Ja, es gibt Abgeordnete und Verordnete, die einen Teil ihrer Bezüge spenden. Das geschieht freiwillig und wir als Landesvorstand haben die Freiwilligkeit mehrfach betont. Eine Erwartungshaltung, weil man ja für die Partei im Parlament sitzt, man auch Spenden muß, wiederspricht dem Sinn einer Spende. Es spricht aber nix dagegen, die zu fragen, ob die was spenden wollen. Nur muß das nicht Katja machen, sondern das kann jeder tun.

      Löschen
  16. Na dann ist den Piraten zu wünschen,dass sie mal nen vernünftigen Pressesprecher bekommen...

    AntwortenLöschen
  17. Tut mir leid, aber mit dieser "Stellenanzeige" disqualifiziert sich die Piraten-Partei als unwählbar. Ist schlicht und ergreifend Ausbeutung.

    AntwortenLöschen
  18. Das ist die pure Ausbeutung, die ihr vorantreibt. 800EUR sind echt ein Witz. Wenn ihr euch das nicht leisten koennt, dann macht es ehrenamtlich, das ist wenigstens ehrlich, aber jemanden (der das Geld vielleicht wirklich braucht) so auszubeuten, ist krass assozial

    AntwortenLöschen
  19. Von 800 Euro/Monat kann kein Mensch leben. Und wie du schreibst: nebenher wird kaum ein weitere normaler Job möglich sein. Wenn tatsächlich nur 20 Stunden gearbeitet wird, ist das ein Stundenlohn von gerade mal 9,20 Euro, was ein skandalös niedriger Lohn ist! Vermutlich liegt die tatsächliche Arbeitszeit deutlich höher, die Presse will schließlich ganztägig jemanden erreichen.
    Das ist schlimmste Ausbeutung.

    AntwortenLöschen
  20. Bin (noch) kein Pirat, kann aber nur dringend empfehlen, nicht Quer-Finanzierungen einzufordern. "Nur" weil mittlerweile einige Piraten erfolgreich in ein Parlament eingezogen sind, kann es nicht sein, dass sie nun alle (finanziellen) Bedürfnisse der gesamten Partei abdecken sollen. Wenn die Piraten auf Bundesebene eine Stelle benötigen, muss sie auf Bundesebene finanziert werden. Und raten würde ich im konkreten Fall zu einer wirklich professionellen Lösung, also zu Profis mit zumindest halbwegs vernünftigen Gehalt (800 Euro sind das nicht). Zu finanzieren ist das am besten durch eine Sonderumlage von 5 oder 10 Euro pro Mitglied; natürlich gern auch mehr, wenn jemand das kann.

    AntwortenLöschen
  21. »Pure Ausbeutung« ist, dass wir kein Geld haben und praktisch niemandem ein Gehalt zahlen können und alle ehrenamtlich ihr privates Geld, ihre Zeit, ihre Nerven opfern?
    Nochmal zum mitmeiseln: Die sechstgrößte Partei in Deutschland hat keine Berufspolitiker, nur Leute mit Herzblut und Idealen.
    Wenn ihr wollt, dass der Pressesprecher mehr als 800€ bekommt, dann spendet doch einfach!

    AntwortenLöschen
  22. @Anonym: Das ist natürlich Unsinn, da wir Piraten nicht unter diesen Umständen einer Sonderumlage für jeden Piep (Übertreibung) in die Partei eingetreten sind. Wenn man finanziell auf Bundesebene einen wünschenswerten Pressesprecher nicht oder nur zu Bedingungen eines ausbeuterischen Arbeitsverhältnisses stemmen kann, dann lieber gar nicht. Oder aber einfach die Mitgliedsbeiträge pro Jahr erhöhen. Per BPT-Beschluss.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Einen Pressesprecher als "Piep" zu bezeichnen, ist schon ein klein wenig naiv. Aber richtig, eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge führt auch zum Ziel.

      Löschen
  23. Hmm... ich würde mich ja wünschen, dass es eine Person außerhalb der üblichen Verdächtigen wird... allerdings glaube ich auch, dass z.B. ein Nicht-Pirat nicht den Idealismus hat für das Geld zu arbeiten :-( Naja, ich kann verstehen wenn nicht mehr Geld da ist. Was ich mich allerdings Frage: Wie kommt ihr/ wie kommst du auf die 20.000?

    Bei einer 800€-Stelle handelt es sich um einen so genannten Midi-Job für den (bei diesem Gehalt) pauschal 21% AG-Anteil zur SozV anfallen, also 168€. Zzgl. Unfallversicherung, Zusatzversicherung für Gehaltszahlungen im Krankheitsfall usw. sind das etwas mehr als 1000€ pro Monat (genau so eine Stelle haben wir für unsere BVV-Fraktion Ende 2011 besetzt), aufs Jahr gesehen also etwa 13000-14000€.. ok.. nochmal etwas Infrastruktur draufgerechnet... eigenes Notebook, eigenes Handy... max 1000€, laufende Kosten für das Pressehandy fallen ja auch jetzt schon an. Und nen Platz in der BGS wird sich auch ohne zusätzliche Investitionen einrichten lassen behaupte ich mal.

    Wenn das Gesamt-Budget also noch Luft nach oben lässt, warum dann das Gehalt nicht erhöhen... Weil wir alle wissen doch aus der Praxis, dass es bei den 20h /Woche nicht bleiben wird. Und selbst das ist für 800€ schon recht viel in meinen Augen. Bei unserer Fraktionsassistenz haben wir uns bewusst dafür entschieden, die Stelle für nur 16h/Woche auszuschreiben (bei 800€ monatlich).

    Ich würde mich freuen, wenn da noch Luft nach oben ist, weil ich glaube dass von guter Pressearbeit viel abhängt... da sollten wir nicht an der falschen Stelle sparen.

    AntwortenLöschen
  24. Ihr werbt ja so für Transparenz und diesem Zusammenhang: wo kann man denn nachlesen wieviel Geld die Partei zur Verfügung hat (aus Spenden etc.) ?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. http://wiki.piratenpartei.de/Kontostand_Bundesverband

      Löschen
  25. Das unsere Bundes-Pressearbeit derzeit nicht sonderlich professionell ist, kann ich leider auch nur bestätigen. Wie wäre es erstmal vor schaffung dieser Stelle die unglaublich negative Presse bringen wird (unter mindestlohn, was unsere FORDERUNG! ist), die Stelle des Pressesprechers neu auszuschreiben, Chris ist leider meiner Meinung nach mit den neuen Anforderungen hoffnugslos überfordert! Und ich weiss von mindestens einer sehr qualifizierten Bewerbung (ehrenamtlich!) die dir liebe Gefion vorliegt.

    AntwortenLöschen
  26. Ich denke das Amt des Pressesprechers kann auch ehrenamtlich mit einer Aufwandsentschädigung besetzt werden. Da wäre das zur Verfügung stehende Geld gut angelegt.

    Gehälter von 800 € sollte die Piratenpartei nicht anbieten. Das widerspricht unseren Auffassungen von bezahlter Arbeit.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Klar ginge das. Aber es stand doch ausdrücklich drin, dass es auch um die Krankenversicherung und zumindest einen kleinen Rentenanteil geht. Du solltest den sozialen Hintergrund nicht ganz vergessen, denn der Job ist in der Praxis definitiv ein Full-Time-Job! Ob das jeder sehen will und ob jeder das sehen kann, spielt dabei ebenso keine Rolle, wie die Tatsache, dass 100 Telefonate im Hintergrund dann vielleicht auch dafür sorgen, dass die Informationen einigermaßen richtig in den Zeitungen stehen.

      Und bei Full-Time-Job im Ehrenamt muss dann halt auch geklärt werden, wie der Hauptjob da betrieben werden soll...

      Löschen
  27. Und der nächste Schlag ins Gesicht. Noch vor ein paar Wochen wurde groß und breit auf unserer Hauptmailingliste geschrieben, dass wir kein Geld haben ein wichtiges Werkzeug für unsere innerparteiliche Programmerarbeitung halbwegs professionell (weiter)entwickeln zu lassen und jetzt sollen 20k € für eine Tätigkeit ausgegeben werden die bisher ehrenamtlich zu erfüllen war.

    Bei 800€ ist es doch auch kaum möglich, dass man wirklich jemand findet, der es besser macht als es bisher läuft. Aber ich lasse mich gern überraschen, wenn diese 20K € auch wirklich einen Qualitätsschub bringen.

    Viele Grüße
    René

    AntwortenLöschen
  28. Peter Kastschajew13. Februar 2012 um 16:14

    Mal im Ernst. Diesen job wir nur jemand machen der mit Leidenschaft dabei ist, der diesen Job auch ohne Bezahlung machen würde. Kein Schwein wird diesen Job annehmen in der Hoffnung damit reich zu werden oder irgendwas! Jetzt bekommt euch mal alle wieder ein. Es ist unglaublich nett dem zukünftigem Pressesprecher ein Gehalt geben zu wollen, welches auch möglich ist, ihn überhaupt bezahlen zu wollen! Wer auf das Geld angewiesen ist, der muss sich ein anderes Stellenangebot suchen. So einfach ist das.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Politik nur noch für Leute, die es sich leisten können. Jawoll. Endlich mal sinnvolle Vorschläge.

      Cool, hatten wir vor vielen Jahren schonmal. Politik nur für Reiche gab es ja bis 1906. (Da wurde das Diätenverbot aufgehoben.) In Zukunft machen also nur noch (bzw. noch mehr als bisher) Leute mit, die entweder viel Kohle haben oder die viel Zeit haben (was meist zusammenhängt). Menschen die arbeiten müssen, vielleicht sogar im Schichtdienst oder keine finanziellen Mittel oder keine finanzierende Familie im Hintergrund, bleiben auf der Strecke. Wofür auch...? Politik für Eliten! Wat ne Idee... man man man...

      BTW: Es geht nicht um "reich werden". Es geht darum, jemand der Vollzeit arbeitet und dabei möglichst gut ist, auch dementsprechend zu entlohnen. Motiviert und kein Plan. Oder Plan vorhanden, aber verhungert+auf der Straße bringt irgendwie am Ende nicht ganz so viel...

      Löschen
    2. Peter Kastschajew13. Februar 2012 um 22:53

      Das war nicht das was ich damit sagen wollte, vielleicht liegt es daran das ich den Job des Pressesprechers nicht als "Politik machen" ansehe.
      Und ich meine, es sagt doch keiner, dass derjenige der den Job macht nicht auch mehr verdienen soll als 800€ aber mehr ist nunmal gerade anscheinend nicht drin! Und geben wir ihm doch das was wir ihm geben können, anstatt einfach alles zu verweigern.
      Es gibt nunmal anscheinend (ich nehme das jetzt mal an, ich war ja bei den Besprechungen nicht dabei) nur diese zwei Möglichkeiten. Und sie haben siech für die weniger bittere entschieden. Was ist daran verkehrt?

      Löschen
    3. "Politik nur noch für Leute, die es sich leisten können. Jawoll. Endlich mal sinnvolle Vorschläge."

      Nein, Politik für Leute die es nicht des Geldes sondern der Sache wegen tun. Die 800€ sind ja auch nur ein Anfang, man hört ja raus, dass auch gern mehr gezahlt werden würde. Von daher sehe ich es als Einstieg zum Ausstieg (aus der Idee nicht wie die Etablierten zu werden).

      Ich selbst arbeite auch Vollzeit, glücklicherweise nicht am Fließband, so dass ich während der Arbeitszeit am Rechner was für die Piraten machen kann. Das gleiche ich dadurch aus, dass ich den kompletten Tag bis spät Abend auf Arbeit bin, um dort auch meine Arbeit hinzubekommen. Als ich die Stunden auf dem Excelsheet gesehen habe musste ich fast laut loslachen, das ist ein Witz, da investiere ich nahezu das doppelte und dreifache an Zeit in diese Partei, angefangen von AG-Arbeit, Programmentwicklung Anträge ausarbeiten, fristgerecht einreichen, sich (sinnlos) für Parteitage vorbereiten (weil leider nur 10% der Anträge behandelt werden), Liquid Feedback (als Superdelegierter) nutzen und Anträge über das Quorum heben, damit sie nicht schon zu Beginn versacken, Mitarbeit in der SG Presse vorrangig PMs schreiben, exzessives wiki-Gärtnern und Dinge transprent aufarbeiten, nen BPT organisieren (Chemnitz), Koordination mehrerer Bundesarbeitsgemeinschaften, also inklusive regelmäßiger protokollierter Sitzungen. Und natürlich noch diverse Nachrichten, Protokolle, MLs, Twitter und co lesen um auf der Höhe der Diskussion zu bleiben.

      Und dass ein Pressesprecher rund um die Uhr erreichbar sein muss glaube ich nicht, wenn man "Sprechzeiten" nach der Arbeit angibt werden sich sicherlich auch die meisten daran halten, Nachrichtenbüros sind eh rund um die Uhr besetzt, denn die Welt hört nicht auf einen Schlag auf sich zu drehen, wenn für manche 16:00 Feierabend ist. Und wenn man es vernünftig organisiert kann man sich auch als Ansprechpartner abwechseln.

      Die Bezahlung für eine bestimmte Person ist ein Schlag ins Gesicht für alle die sich hier den Arsch komplett kostenfrei aufreisen (und noch deutlich mehr und weniger erfüllende Sachen, sprich die komplette undankbare Drecksarbeit machen, wo man keine Spiegelredakteure kennenlernt). Außerdem zeigt es wie hier Prioritäten gesetzt werden, wenn gesagt wird, dass man LQFB aus Kostengründen nicht professionell weiterentwickeln lassen könne, es also wichtiger ist Leuten Geld für ehrenamtliche Tätigkeiten zu zahlen, als endlich mal eine vernünftige Möglichkeit zu schaffen, wie sich JEDER politisch rund um die Uhr einbringen kann.

      Ich dachte schon ich war gestern sauer und halte mich noch etwas zurück, schlafe eine Nacht drüber, aber heute bin ich noch angefressener, weil mir noch klarer ist, welcher Weg hier beschritten wird.

      Löschen
    4. Die Argumentation bzgl. "andere investieren viel/mehr" kann ich nachvollziehen. Mach ich auch, auch wenn andere mehr und wiederum andere weniger machen. Allerdings gibt es einen kleinen Unterschied: Du und ich arbeiten freiwillig und wenn wir nicht können, dann können wir halt nicht. Da es nur freiwillig ist, kann einen auch niemand zwingen. Ist dann halt so.

      Bestimmte Positionen sollten allerdings nicht so handeln, dann egal ob alte Parteimitgliedschaften (aka Jugendsünden o.ä.) oder andere dämliche Twitteraussprüche und auch Aktionen in ganz andere Richtungen: Wenn in dem Moment nicht ein Ansprechpartner in dem Moment einigermaßen ordentlich reagieren kann, denkt man sich halt Antworten aus. Da bringt es dann auch nichts, wenn der/die Verantwortliche X Stunden später Dienstschluss hat und sich dann kümmern kann.

      Und hier kommen wir wieder an das Problem Privilegien. Egal ob die jetzt finanziell privilegiert sind oder unter den Punkt "Zeitelite" fallen, wir schließen aktuell Personengruppen kategorisch von bestimmten Positionen aus und das kann doch nicht im Interesse unserer Partei mit ihren Idealen sein. Elitäre Grüppchen haben ja schon andere etabliert. Nach Saarland und S-H dürfte der Aufwand aber kaum weniger werden, eher das Gegenteil.

      Zwar genieße ich selber auch ein paar der zeitlichen Vorteile, aber ich will halt auch Menschen einbeziehen, die Schichtdienst haben und für die täglich wechselnde Schichten ohne Regelmäßigkeiten normal sind, weil das einfach im Berufsleben normal ist. Auch wenn gefühlt(!) die PP fast nur aus Selbständigen besteht, die ihre Zeit völlig frei einteilen können, oder den wenigen Büroarbeitern, die ähnliche Freiheiten haben oder total liberale Chefs haben, aber das ist nunmal nicht "Standard" in der Arbeitswelt. Ich hätte aber gern auch "die Verkäuferin" oder "den Lieferwagenfahrer" oder so dabei. Bei thematischer Arbeit geht das ja im Prinzip (ML, Pads, Protokolle, usw.), aber bei anderen Punkten sehe ich Schwierigkeiten.
      Ein Ereignis von 17 Uhr Nachmittag nach der Nachtschicht dann 1 Uhr früh zu beantworten bringt nicht viel, wenn die Zeitungen schon 23 Uhr gedruckt wurden und inzwischen 8h Nachrichten (inkl. Hauptsendezeit) vergangen sind, um nur mal dieses Beispiel zu nehmen.

      Wenn es da eine andere Lösung gibt, um die Idee Basisdemokratie und Teilhabe und sinnvolle Reaktion eines jeden wirklich gen Basis zu bewegen und nicht diese auf wenige Berufsgruppen zu verengen, dann los. Keine Ahnung wie man das machen kann, dass wirklich jede(r)(!) die Chance auf Partizipation hat, aber zum Idealbild fehlt im Moment nen ganzes Stück und der Abstand wird tendentiell größer.

      Zur Zeit sehe ich noch keine Alternative, eine zielorientierte Diskussion wäre aber sehr gut. Der hier skizzierte Weg scheint mir zumindest bisher plausibel, aber vielleicht habe ich ja nur nicht die passende Idee bisher gehört/gehabt.

      (Die LQFB-Kritik teile ich darüber hinaus und die Kombination ist natürlich mehr als nur "unglücklich".)

      Löschen
  29. Ich bin Pressesprecher und Vorstandsmitglied im LVSH, was durch die Mitgliederflut, das Interesse der Presse und vor allem durch die Planung des Wahlkampfs ein extrem stressiger Job ist. Zugleich bin ich als Angestellter in einem ebenso stressigen Job außerhalb fester Bürozeiten tätig. Da ich "zwangsweise" am Tag nebenbei auch etwas für die Piraten tun muss, verdiente ich in den ersten zwei Monaten "seit Berlin" etwa 300-400 Euro im Monat weniger. Danach pendelte es sich bei etwa 150-200 Euro ein. Im gerade anlaufenden Wahlkampf wird das Minus wohl wieder steigen. Ehrlich gesagt, kann ich mir selbst schwer erklären, warum ich mir das zumute - sowohl finanziell als auch vom Stressfaktor her. Für die Ziele der Piraten halt. Ich könnte selbst mit einer Bezahlung von 400 Euro gut leben und beide Jobs besser synchronisieren bzw. ausbalancieren.

    Mit anderen Worten: Natürlich ist das ein Gehalt, das den Namen nicht verdient. Aber bisher kriegen die Leute, die solche und ähnliche Ämter ausfüllen NICHTS und zahlen häufig noch drauf. Selbst so ein Minigehalt würde ihnen die Möglichkeit geben, mit ruhigerem Hintergrund arbeiten und somit ihren Job besser machen zu können. Nicht vergessen: Das sind natürlich Jobs für motivierte Piraten, normale Jobsuchende betrifft es gar nicht. Insofern geht die Kritik mit der Unterbezahlung ins Leere...jedenfalls solange, bis die Piratenpartei finanziell in der Lage ist, richtige Gehälter zu zahlen.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Beim Status "vor Berlin" auch "nach Berlin, Saarland, S-H) zu bleiben kann doch nicht die Alternative sein!? Es macht doch einen Unterschied, ob man in der Presse völlig totgeschwiegen wird, oder Aufmerksamkeit bei teilweise belanglosen Tweets von 50 Zeitungen und 20 TV-Sendern bekommt. Und das bundesweit, nicht nur in 1 Land.

      Die Frage ist ja am Ende: Wie den Kram weiterentwickeln, dass er zukunftstauglich sein kann?

      Löschen
  30. Obwohl die Überzeugung und die Bereitschasft wichtig ist ein Ehrenamt kostenlos auszuüben zu wollen, wäre es für die Piraten sicher ein Gewinn wenn Jemand mit einer sehr guten Qualifikation sich dieser Aufgabe in Vollzeit widmen könnte und keine Existenzängste haben muss.

    Ich würde z.B. für ein Jahr jeden Monat 10 Euro (zweckgebunden) spenden, wenn sich dadurch ein wirklich guter Kanditat finden und ermutigen lässt und es diesem somit ermöglicht wird sich damit auch in Vollzeit mit der Sache zu beschäftigen.

    Ob 170 Piraten auch in diese Richtung denken? - dann gäbe es zumindest eine passende Bezahlung für den vermutlich ein wenig undankbaren "Stressjob"!

    AntwortenLöschen
  31. Tja, hätten wir nicht gerade 900.000 € wegen zu niedriger Eigenmittel verloren...
    http://vorstand.piratenpartei.de/2012/02/09/parteienfinanzierung-fur-2011-festgesetzt/

    AntwortenLöschen
  32. Ich finde den Vorschlag gut. Eine Hohe Vergütung weckt Begehrlichkeiten. Diesen Job wird nur jemand mit Idealismus und der Möglichkeit flexibler Arbeitszeiten machen. Es ist eine 20 h Stelle. Sie ist nicht gut bezahlt, die Bezahlung liegt aber auch nicht unter Mindestlohnniveau.
    Problematisch fände ich es, die Stelle an einen einflussreichen Piraten zu vergeben. Damit hätte sie leicht etwas von einer Steigbügelfunktion. Man kann Stellenbeschreibungen auch so verfassen, dass nur sehr wenige dafür in Frage kommen. Die Ausschreibung bitte offen halten und bloß nicht Berlin als Arbeitsort zwingend vorgeben.

    Gruß Casi



    Ja, vielleicht (und hoffentlich) kann die Person ehrenamtlich noch mehr machen,

    AntwortenLöschen
  33. Wenn Ihr anfangt, die Arbeit eines Angestellten mit der eines Ehrenamtlichen zu vergleichen und 800 Euro als "Schlag ins Gesicht" für alle Ehrenamtlichen wertet, dann müsst Ihr Euch erst mal klar werden, ob Eure Strukturen und Euer Selbstverständnis überhaupt ernstzunehmende Politik auf Bundesebene zulassen. In jeder Partei, in jedem Verband gibt es Ehrenamtler, die Politik machen und Hauptamtliche, die für ihre Dienstleistung an der Organisation als Angestelle bezahlt werden. Das ist NORMAL und das ist WICHTIG. Weil es ein Unterschied ist, ob man glaubt, Pressearbeit mal eben so nebenher abends machen zu können oder ob man da professionell agiert. Und wenn Ihr was reißen wollt 2013, dann geht das nicht, wenn man den Medien sagt: "ruft bitte erst abends an".

    AntwortenLöschen